Rohstoffkunde

 

Wussten Sie schon…?

Resedapflanze Wandlasurpflanzenfarbe … dass Reseda eine alte Färbepflanze ist, die auch „Färber-Wau“ genannt wird?
 
Der enthaltene Farbstoff Luteolin färbt kräftig gelb. Verwendet werden die oberirdischen Pflanzenteile, wobei vor allem die oberen blühenden Äste reich an Farbstoff sind.

Vor der Entdeckung Amerikas war der Färber-Wau in Europa einer der wichtigsten gelben Farbstoffe mit Anbau vor allem in England, Frankreich und Deutschland.

Durch Verkochung und Pressung der Pflanzenteile entsteht die Basis der AURO-Wandlasur-Pflanzenfarbe Reseda-Gelb.
 

 

Carnaubawachspastillen AURO Naturfarben
…dass Carnaubawachs hartes wasserabweisendes Wachs einer brasilianischen Palmenart ist?
Die Blätter werden von den hochgewachsenen Palmen abgeschnitten (sie wachsen ständig nach), das Wachs durch Auskochen in Wasser verflüssigt, abgeschöpft und physikalisch (mit Bleicherden) gereinigt.
Es ergänzt durch seine besondere Härte die mechanische Belastbarkeit aller weichen AURO-Wachse.
 



 

… dass Cochenille ein roter Farbstoff ist, der aus einer Schildlausart hergestellt wird, die auf Kakteen in Mexiko oder auf den Kanaren leben?

Karmin wurde traditionell zum Färben von Stoffen und Schminken sowie für Malerfarben eingesetzt. Mit dem Hinweis, Lippenstifte seien aus Läuseblut gemacht, wurde früher gern versucht, junge Mädchen von deren Gebrauch abzuschrecken.
Der rot bis violette Farbstoff, auch Karmin genannt wird auch als Lebensmittelfarbe, z.B. für einen sehr bekannten Likör, eingesetzt. 

AURO benutzt Cochenille, um die Wandlasur-Pflanzenfarbenpigmente um einen leicht blaustichigen Rot-Ton zu ergänzen. Auch in den beliebten AURO-Natur-Ostereierfarben steckt dieser Farbstoff.
 


…dass Titandioxid ein sehr gut
deckendes, ungiftiges Weißpigment für Farben und Lacke ist?

Es wird aus natürlichen Mineralien durch Abtrennung farbiger Begleitstoffe hergestellt und findet auch Einsatz in der Schadstoffneutralisation, da es sich um ein Katalysator-Pigment mit spezieller, feinteiliger Struktur und großer Oberfläche handelt.

Titandioxid ist chemisch stabil, ungiftig und unter der Kennzeichnung E 171 als Lebensmittelzusatzstoff beispielsweise in Zahnpasta, Kaugummis und Hustenbonbons anzutreffen, sowie als Pigment in Kosmetika.

Auch in der Ölmalerei findet es teilweise Verwendung. Im technischen Bereich wird es in Farben und Lacken, Textilien, in Papier sowie als UV-Blocker in Sonnencremes und Aufheller in Arzneimitteln (Tabletten) eingesetzt.
 
…dass Leinöl ein fettes Samenöl der Leinpflanze, gewonnen durch Kalt- und Warmpressung ist?

Das bei AURO verwendete Leinöl stammt aus kontrolliert biologischem Anbau, zum Teil auch aus der Region. Aufgrund des hohen Gehalts an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren härten Leinöle aus, weshalb sie als Bindemittel in Ölfarben geeignet sind. Als Bindemittelbestandteil gibt es den Ölen hohe Elastizität und Fließfähigkeit.

Das Öl riecht würzig nach Heu. Leinöl war und ist das wichtigste Bindemittel für Ölfarben, noch vor anderen trocknenden Ölen (z. B. Mohnöl, Walnussöl). Die ersten bekannten Erwähnungen des Gebrauchs von ölgebundenen Farben für die Kunstmalerei finden sich in Herstellungsrezepten aus dem 8. Jahrhundert.
 


...dass Rizinusöl aus dem Samen der subtropischen Rizinus-Staude, auch "Wunderbaum" genannt, gewonnen wird?
Die schnellwüchsige Pflanze, die innerhalb mehrerer Monate bis zu fünf Meter hoch wird, bildet rotbraune, mit weichen Stacheln besetzte Kapselfrüchte mit bohnenförmigen Samen. Das viskose, durchsichtige bis gelbliche Rizinusöl wird aus diesem Samen kalt gepresst.

Im Gegensatz zu der Samenschale, die das giftige Rizin enthält, ist das Rizinusöl ungiftig. Der Giftstoff ist fettunlöslich und verbleibt nach dem Pressen der Samen in den Pressrückständen.
Durch Wasserentzug und späterer Dick-Verkochung zu Standöl dient das Rizinusöl als Bindemittelbestandteil in Pflege- und Reinigungsprodukten von AURO.
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